Termine & Veranstaltungen im Café


23.10.2019  "So spendet Segen noch immer die Hand..." Theodor Fontane mit Peter Schütze

Beginn 19 Uhr,

Einlass 18.15 Uhr in der Schokoladenmanufaktur

Sauerland.

Eintritt 14,- Euro / VVK

und Abendkasse

Apotheker, Kriegsberichterstatter und Theaterkritiker war Theodor Fontane (1819 - 1898), bevor er als Meister der Novelle und des realistischen Romans („Effi Briest“, „Frau Jenny Treibel“, „Der Stechlin“) Weltruhm erlangte. Seine dichterische Laufbahn begann Fontane um 1850 mit Lyrik und Balladen. Einige der berühmtesten („Herr von Ribbeck“, „John Maynard“, „Archibald Douglas“) stehen im Mittelpunkt dieses Abends. Peter Schütze stellt jedoch auch die Erzählkunst Fontanes in seinen Wanderungen durch die märkische Heimat, Briefen und Romanauszügen vor: Sie spendet, wie die Hand des alten Ribbeck, auch heute noch Segen.


„Dr. Schütze spielte eine beachtliche Bandbreite seines schauspielerischen und rezitatorischen Könnens ab, gab kleine Geschichten und Gedichte zum Besten und erzählte aus dem Leben des großen Dichters“ (Iserlohner Kreisanzeiger).

 

Peter Schütze (geb. 1948), promovierter Germanist und Autor, blickt auf eine lange Laufbahn als Journalist, Übersetzer, Dramaturg, Regisseur und Schauspieler mit Engagements an verschiedenen Bühnen, u.a. in Dortmund, Bielefeld und Hamburg (Thalia Theater), zurück. Seit 1988 macht er auch als Rezitator von Goethe, Heine, Droste-Hülshoff, Kästner, Tucholsky u.a. auf sich aufmerksam.

 

 



27.11.2019  "Nimm es hin, dass ich was Besonderes bin" Robert Gernhardt

mit Christoph Rösner

Beginn 19 Uhr,

Einlass 18.15 Uhr in der Schokoladenmanufaktur

Sauerland.

Eintritt 14,- Euro / VVK

und Abendkasse

„Lieber Gott, nimm es hin, / dass ich was Besondres bin.“ Und er war etwas ganz Besonderes, der Gernhardt, der Robert. Der Verspielte, der Blödellyriker und Erotomane mit dem unbändigen dichterischen Spieltrieb, der sich selbst in der Nachfolge von Kästner, Tucholsky, Jandl, Heine und anderen – nicht nur humoristischen – Großdichtern der Deutschen Lyrik verstand. Er liebte es zu kokettieren mit seiner Rolle als Dichter. „Der Künstler geht auf dünnem Eis. / Erschafft er Kunst? Baut er nur Scheiß?“ Ob er nur Letzteres gebaut hat oder mit einzigartiger Dichtkunst in die Ruhmeshalle der deutschen Wortkunst Einzug gehalten hat, wird das neue Programm von Christoph Rösner eindeutig klären.
Gernhardt ist Gott, Teufel, Engel, Clown, Denker und Eulenspiegel in Personalunion. In ihm personifiziert sich die Leichtigkeit des Dichtens in schweren Zeiten. Ob als Gag-Schreiber für Otto, als TITANIC-Mitbegründer, als durchgeknallter Verseschmeid oder als Universalgenie, für das die Sprache eine nie versiegende Quelle der Reim- und Schreiblust war – Robert Gerhardt hat unauslöschliche Spuren hinterlassen.
„Den 'Großdichter' hatte Christoph Rösner sich mit viel Respekt, mit ganz viel Liebe und noch mehr Humor vorgenommen und den gedichteten Nonsens wie den zwischenmenschlichen Tiefgang mit rezitativer Kraft, vollem Körpereinsatz, sprühendem Witz und einfühlsamer Stimme zum Leben erweckt“ (Westfälische Rundschau, Hagen).
Christoph Rösner lebt als freischaffender Autor, Rezitator und Kabarettist in Hagen. Seit 1994 kann er auf eine Reihe von erfolgreichen Projekten, Programmen und Inszenierungen zurückblicken. Im Jahr 2000 erschien sein erstes Buch „In der Mitte“ – Gedichte und Kurzprosa. Es folgten zahlreiche Rezitationsprogramme. Derzeit ist Rösner mit unterschiedlichen Produktionen auf den Kleinkunstbühnen im Land unterwegs.



11.12.2019  (K)einmal werden wir noch wach. Böse Lieder und Geschichten zum Fest

                                                                mit Thomas Eicher (Text) und Bastian Kopp (Klavier, Gesang)

Beginn 19 Uhr,

Einlass 18.15 Uhr in der Schokoladenmanufaktur

Sauerland.

Eintritt 14,- Euro / VVK

und Abendkasse

Auch an Weihnachten ist nicht alles Gold, was glänzt. Zwischen Tannengrün und Lametta drohen Pech und Pannen, Tod und Teufel – so will es wenigstens die Satire: Von der „Weihnachtschimpfe“ über den „Weihnachtsmann auf der Reeperbahn“ bis hin zum Amoklauf auf dem Weihnachtsmarkt bieten Bastian Kopp und Thomas Eicher einiges auf, um die schwarzen Seiten des frohen Festes hervorzukehren. Sogar die weihnachtliche Lesung selbst wird zum Thema: als desaströses Erlebnis des Interpreten. Aber keine Sorge – am Ende sorgen doch wenigstens Bücher für Entspannung; denn „wer vor Weihnachten in der Stimmung ist, sich etwas vorlesen zu lassen, der beginnt nach Heiligabend mit der Lektüre jener Bücher, die er auf dem Gabentisch gefunden hat. Nachrichten, die behaupten, dass während der Festtage die Gewalt in Ehen und Familien ansteigt, treffen nur zum Teil zu. Denn Leser haben gar keine Zeit, sich mit Partnern oder Familienangehörigen auseinanderzusetzen, schon gar nicht handgreiflich.“


Thomas Eicher (geb 1963) lebt in Dortmund. Er arbeitet als Moderator, Rezitator und Kulturmanager. Seit 2004 ist er Geschäftsführer von Melange e.V. Der promovierte Literaturwissenschaftler hat Erzählungen, Fachbücher und Anthologien publiziert.
Bastian Kopp (geb. 1975) lebt in Düsseldorf. Er arbeitet seit Jahren freischaffend als Pianist, Liedbegleiter, Komponist und Sänger. Besonders als Interpret von Liedern Georg Kreislers hat er sich einen Namen gemacht.